Facilitation, quo vadis?

Die Kunst der Moderation, oder die Profession ‘Facilitation’ wird wieder sichtbarer. Häufig als notwendiges Übel in schwierigen Kommunikationsprozessen oder als Weichspülung in Teamentwicklungen erachtet, bis hin zur Zuschreibung von Esoterik, ist der Begriff des Facilitation in der Agilen Organisation nicht wegzudenken.

Neben der Bewertung des Inhaltes, des Produktes oder des Ergebnisses, ist der Lernprozess des ‘wie arbeiten wir zusammen’ eine immer deutlicher werdende Dimension. Der ‘Scrum-Master’ im Scrum, der Facilitator im Holakratieansatz, ‘Facilitating Management’ oder ‘Servant Management’ fordern diese Rolle für die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Aber Vorsicht! Es gibt eine wichtige Unterscheidung in agilen Prozessen: Die Funktion eines begleitenden, ausgleichenden und den Bedürfnissen der Gruppe entsprechenden Facilitators entwickelt sich zum ‘Referee’, also zum Schiedsrichter, der nicht nur moderiert, sondern auch Regeln durchsetzt. Die Gestaltungsfreiheit in der Agilität und die Stärke der Selbstorganisation bedingt, dass es klare Rahmenbedingungen gibt. Diese gilt es zu erläutern und durch zu setzten.

In dieser Hinsicht ist ‘Facilitation’ ‘Führung’, nicht Begleitung!

 

Veröffentlicht von

Christian Rieckmann

Founder and Owner CoAlcon® Corporate Alignment Consulting Management Consulting Leadership Development Reinventing Organisations Facilitation ScrumMaster